Sportler trifft auf Unternehmer

 Der VIP-Bereich der Axa-Arena im Deutweg wurde am 08. Oktober erstmals auch zum Fernsehstudio: «Sportdate» heisst die neue Talkshow, die dort künftig aufgezeichnet wird. Unter dem Motto «Wirtschaft trifft Sport» diskutierte der Ex-Radsportprofi und Moderator der Sendung, Franco Marvulli, mit Gästen aus ebendiesen beiden Bereichen, Wirtschaft und Sport. Jeden zweiten Montag im Monat wird die Sendung über Mittag aufgenommen, um sie dann am Abend auf Tele Top und im Internet auszustrahlen. Vertreten wurde der Sport gestern vom Winterthurer Kranzschwinger Samir Leuppi. Hans «Hausi» Leutenegger gab trotz gewonnener Bob-Olympiamedaille den Wirtschaftsvertreter. Als Unternehmer, ehemaliger Spitzensportler und Schauspieler scheint der bodenständige Sprücheklopfer universell einsetzbar. 

Prominentes Publikum 
Rund 110 Personen sassen als Zuschauer im provisorischen Fernsehstudio. Auffällig viele trugen Hemd und Sakko. Der Besuch der Aufzeichnung ist gratis. «Jeder ist willkommen, man muss sich lediglich online anmelden», sagte Moderator Marvulli. Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) und Nationalrat Nik Gugger (EVP) liessen sich die Gelegenheit nicht nehmen und sassen in der ersten Reihe. Natürlich waren auch viele Sponsoren anwesend: lokale KMU wie Hasler, Schoch, Kübler, Schultheis-Möckli und weitere finanzieren die Sendung. Die Stimmung war von Beginn an locker. Es wurden viele Hände geschüttelt, Küsschen verteilt und Gespräche geführt. Die mehrheit- lich älteren Damen und Herren im Publikum kannten sich. Die ehemalige Tele-Top-Moderatorin Karin Leuch –Marketing-Verantwortliche von Win4 – übernahm als Projektleiterin der Sendung die Einführung gleich selbst. «Die Sendung aus der schönsten Sportarena der Schweiz dient dem Networking», sagte sie. Es sei ein spezieller Anlass für alle und diene der Wirtschaft und dem Sport. Ein gutes Netzwerk sei wichtig für den Erfolg. Das Thema Sponsoring wurde danach jedoch nur knapp angeschnitten. «Netzwerken ist der Schlüssel zum Erfolg», sagte auch Gugger. 

Keine Toilettenbesuche! 
In humoristischer Art und Weise legte Leuch dem Publikum dann die goldenen Regeln des Fernsehmachens nahe: keine Toilettenbesuche – wegen möglicher Lärmbelastung –, Klatschen nur auf Kommando, Niesen im Stillen und einige mehr. Es wurde geklatscht und gelacht. Danach startete die offizielle Sendung. Diese 25-minütige Aufzeichnung verlief unspektakulär und ohne Überraschung. Marvulli stellte die Fragen, die ein Talkmaster so stellt, und Leuppi und Leutenegger antworteten, wie Talkgäste so antworten. «Das Geheimnis liegt in der Umgangsform. Wenn man nett ist und auf Menschen zugeht, dann kommt das irgendwann zurück», meinte Leutenegger, gefragt nach seiner persönlichen Networking-Strategie. Samir Leuppi sah das ähnliche und bestätigte die Wichtigkeit des Kontakteknüpfens. Nach der Sendung wurden Fragen aus dem Publikum beantwortet und die Trailer für künftige Sendungen aufgezeichnet. Marvulli verzettelte sich ein paarmal und Leutenegger sorgte mit seinen Anekdoten für einige Lacher. Sein Fazit: «Früher kam das Geld von alleine. Heute muss man jedem Fünfer nachrennen.»